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Panikattacken - Ursachen, Symptome und Handlungsoptionen

Oktober 13, 2022 - Lesezeit: 2 Minuten

Angst zu haben ist nichts schlimmes. Das Gefühl der Angst ist uns evolutionär mitgegeben worden und die Angst hilft uns, dass wir uns nicht in Gefahr begeben. Ohne Angst wäre unser Dasein gesundheitsgefährdend, mitunter sogar lebensgefährlich. Das Gefühl der Angst kann aber auch pathologisch werden und sich in einer Angststörung manifestieren, was dann behandelt werden müsste.

Angst versus Panik

Wenn Menschen in Panik geraten, wird die Angst übermächtig und überrollt den oder die Betroffene. Im Gegensatz zur Angst, die uns durch Hormonausschüttungen auf eine Gefahr fokussieren lässt und uns hilft eine gefährliche Situation zu meistern, verlieren wir in Panik oftmals die Kontrolle. Unter Panik stehende Menschen handeln unüberlegt und irrational.

Eine Panikattacke lässt sich von der Angst dadurch unterscheiden, dass das Einsetzen einer Panikattacke entweder meist aus scheinbar „heiterem Himmel“ kommt oder aber als so extrem unangenehm erlebt wird, dass die Betroffenen damit nur schwer umgehen können. Das plötzliche Einsetzen der Panik geht einher mit körperlichen Beschwerden, wie Schwindel, Atemnot (begleitet von Schmerzen im Brustkorb), intensiver Übelkeit, Benommenheit und/oder Herzrasen. Meistens ängstigen oder stören die körperlichen Symptome die Betroffenen so sehr, dass sie sich ihnen hilflos ausgeliefert fühlen und deshalb stark unter ihnen leiden.

Mögliche Auslöser und Ursachen einer Panikattacke

Die Symptome einer Panikattacke sind vielfältig und wegen der psychischen und physischen Heftigkeit erst einmal schwer einzuordnen. Oft wenden sich Betroffene an Neurologen oder Kardiologen, weil sie glauben, dass eine körperliche Ursache dahinter steckt, statt eine Angst- oder Panikbehandlung in Betracht zu ziehen.

Sowohl die Symptome, als auch die Ursachen einer Panikattacke sind sehr individuell, dennoch fördern Vorerkrankungen und Lebensumstände deren Entstehen:

  • Stress- oder Konfliktereignisse, sowie chronischer Stress
  • Problematische Lebensumstände und Sorgen
  • Überforderung im Alltag
  • Einschneidende Ereignisse / Veränderungen der Lebensumstände
  • Psychische Erkrankungen wie PTSD (Posttraumatische Belastungsstörungen) oder Depressionen
  • Angststörungen

Die oben genannten Faktoren begünstigen zwar das Auftreten einer Panikattacke, sind aber nicht die Ursache. Bei Panikattacken gilt, dass sowohl das Auftreten als auch das Manifestieren, multifaktoriell bedingt sind - so wie dies bei den meisten psychischen Erkrankungen der Fall ist.

Ausgelöst werden kann eine Panikattacke manchmal auch durch banale Dinge, wie Kaffee oder Medikamente, aber auch Alkohol, Nikotin oder Schreckmomente. Führt beispielsweise ein Erschrecken zu einer körperlichen Reaktion, wie dem kurzen Wegbleiben der Atemluft, entsteht eine Beklemmung, die in eine Panikreaktion umschlagen kann („Ich kann nicht mehr atmen“). Wenn Betroffene sich dann in die Panik hineinsteigern, entsteht eine Panikattacke.

Die wirklichen Ursachen der Panik sind somit oft schwer selbst zu erkennen und müssen mit einem Therapeuten ergründet werden, um ihnen vorzubeugen. Panikattacken entstehen niemals grundlos, auch wenn sie manchmal diesen Eindruck erzeugen.


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