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Warum wir Angst haben

Angst als Lebensretter

Angst gehört zu den Basisemotionen, ebenso wie Wut, Traurigkeit, Freude, Ekel und Überraschung. Die Angst wird beschrieben als Gefühlsausdruck einer „Unheimlichkeit" oder dem isolierten „Ausgesetztsein" und setzt sich wie jedes Gefühl aus einem physischen Anteil (Zittern, Herzrasen), einem gedanklichen Anteil (Gedanken an Gefahr oder körperliche Verletzlichkeit) und dem situativen Verhalten (Starre, flüchten) zusammen. In ihrem Ursprung ist das Empfinden von Angst jedoch durchaus nützlich. Frühe Menschen hätten ohne Angst nicht überleben können. Angst ist eine starke Gefühlsregung, die vor Risiken warnt und in kritischen Situationen die Aufmerksamkeit schärfen kann. Sie kann lebensrettend sein als biologisches Warnsignal bei Gefahr.

Real-Angst

Menschen werden, im Gegensatz zu den meisten Tieren, relativ schutzlos und unfertig geboren. Ein angeborener Instinktschutz ist nur schwach ausgeprägt, was lange Zeit zu Schutzbedürftigkeit führt. Wenn dieser Schutz nicht ausreichend gewährt wird, kann Angst entstehen. Angst kann auch über Erziehung und Erfahrungen erlernt werden. Die Gefahren des Straßenverkehrs oder die heiße Herdplatte entstammen Lernprozessen und sind nützlich zur Gefahren-Abwehr. Dies wird als Realangst bezeichnet – eine Angst, die sich an einer bekannten oder benennbaren Gefahr entzündet. Die Realangst ist eine psychosoziobiologische Reaktion, die in allen Kulturen universell ist.

Von der Real-Angst zur behandlungsbedürftigen Angst

Dass wir Angst empfinden, hat aber auch mit der Tatsache zu tun, dass wir uns, im Gegensatz zu nahezu allen anderen Spezies auf dem Planeten, unserer Sterblichkeit und Vergänglichkeit bewusst sind. Dieses Bewusstsein lässt verschiedenste Ängste entstehen, da sie fast alle darin begründet sind, dass die Existenz oder das Überleben in Gefahr sind: Flugangst, Prüfungsangst, Präsentationsangst, Angst vor Krankheiten, Angst vor Verarmung, Angst beim Autofahren, Verlustangst usw.

Kündigung, Jobverlust oder Krankheitsdiagnose können zu Real-Ängsten in Form von Existenzangst führen. Wenn der Chef Stellenabbau ankündigt, als Selbstständiger Aufträge ausbleiben, oder das eigene Unternehmen schlecht läuft, ändern sich Realitäten und reale Risiken können Ängste entstehen lassen. Dies geschieht immer dann, wenn kreative Lösungsfindungs-Prozesse nicht mehr funktionieren.

Der Verlust der ökonomischen Sicherheit, die Sorge um das berufliche Weiterkommen oder die Furcht vor dem Scheitern können zu übermächtigen Gedanken-Konstrukten oder großen Gefühlsausbrüchen wie Angstzuständen oder Panik führen. Wenn man aus diesen nur noch schwer herausfindet und diese an Intensität oder Häufigkeit zunehmen, sollte man sich Hilfe zu deren Bewältigung holen.

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Nimm Kontakt auf und kläre im Kennenlerngespräch, ob die Arbeit zu deinem Anliegen passt.

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