IFS-Therapie ist die Abkürzung für Internal-Family-System-Therapie und bedeutet das Arbeiten mit den verschiedenen Persönlichkeitsanteilen in uns.

IFS – Internal Family Systems Coaching in Düsseldorf

Persönlichkeitsanteile verstehen

Diese Persönlichkeitsanteile interagieren untereinander und beeinflussen unser Erleben und Handeln. Manchmal entstehen durch ihre isolierte Aktivität Probleme wie Angststörungen oder Überforderung.

Jeder Persönlichkeitsanteil hat eine eigene Perspektive. Es gibt Angst-Anteile, mutige Anteile, traurige oder überforderte Anteile. Jeder ist zu unterschiedlichen Lebenszeiten entstanden und wird in spezifischen Situationen aktiv.

Entlastung durch neue Perspektiven

Die Erkenntnis, dass nur ein Teil von uns Angst hat – und nicht die gesamte Person – kann bereits sehr entlastend wirken. Wichtig ist es, die Geschichte des betroffenen Anteils zu verstehen, seine Aufgabe zu erkennen und seine Bedürfnisse zu erforschen.

Dies ermöglicht ein besseres Verständnis innerer Prozesse und eine gezieltere Problemlösung. So können Ängste dort bearbeitet werden, wo sie entstanden sind.

Anwendungsbeispiele

IFS eignet sich überall dort, wo innere Zerrissenheit, widerstreitende Gefühle oder hartnäckige Muster im Spiel sind. Besonders hilfreich ist die Methode bei:

Wie eine IFS-Sitzung abläuft

Zu Beginn schauen wir gemeinsam, welches Gefühl oder welches Muster du gerade beschäftigt. Dann wenden wir uns diesem Anteil achtsam und neugierig zu, nicht um ihn wegzuschieben, sondern um ihn wirklich zu verstehen. Wir fragen: Wie alt fühlt er sich an? Wovor möchte er dich schützen? Was braucht er, damit es ihm besser geht? Aus einer ruhigen, mitfühlenden Haltung heraus entsteht Kontakt zu diesem inneren Teil, oft verbunden mit körperlich spürbarer Entlastung. Viele Klienten erleben IFS als warm und überraschend berührend, weil sich zeigt, dass hinter jedem „schwierigen" Gefühl ein Anteil steht, der es ursprünglich gut gemeint hat.

Häufige Fragen zu IFS

Was ist IFS?

IFS steht für „Internal Family Systems“ und beschreibt die Vorstellung, dass unsere Psyche aus verschiedenen inneren Anteilen besteht: Beschützer, verletzte Anteile und das ruhige, klare „Selbst“, das alles führen kann. IFS hilft, diese Anteile bewusst wahrzunehmen, mit ihnen in Kontakt zu treten und alte Muster sanft zu lösen.

Wer hat IFS entwickelt?

IFS wurde in den 1980er-Jahren vom amerikanischen Psychologen Richard C. Schwartz entwickelt, ursprünglich aus der systemischen Familientherapie heraus. Heute gilt IFS in den USA als evidenzbasiertes Verfahren und wird unter anderem bei Trauma, Depression und Angststörungen eingesetzt.

Bei welchen Themen hilft IFS?

IFS eignet sich besonders, wenn du innerlich „zerrissen“ zwischen widersprüchlichen Impulsen bist, bei wiederkehrenden Mustern wie Selbstkritik, Perfektionismus oder Selbstsabotage, bei alten Verletzungen, die immer wieder hochkommen, sowie bei tiefer Erschöpfung und Burnout. Auch bei diffusen Ängsten ohne klaren Auslöser bringt IFS oft mehr Klarheit als rein analytische Methoden.

Wie viele Sitzungen brauche ich?

IFS-Arbeit ist Prozess-Arbeit. Erste Erleichterungen spüren viele schon in 2 bis 3 Sitzungen. Tiefere Anteile-Arbeit, besonders mit verletzten oder verbannten Anteilen, braucht in der Regel mehrere Wochen, in denen wir kontinuierlich arbeiten.

Was sind „Anteile“ bei IFS?

Jeder Mensch hat innere Anteile mit eigenen Stimmen, Bedürfnissen und Reaktionen, z. B. einen „inneren Kritiker“, einen „beschützenden Anteil“, der Konflikte vermeidet, oder einen „verletzten Anteil“ aus früher Erfahrung. In der IFS-Sitzung treten wir respektvoll mit diesen Anteilen in Kontakt, hören ihnen zu und finden heraus, wofür sie ursprünglich da waren. So entstehen mehr innere Klarheit und weniger Selbst-Konflikt.

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